Prof. Dr. Klaus Buchner

Mitglied des Europäischen Parlaments

Stellvertreter Ausschuss für internationalen Handel (INTA)

Mitglied Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten (AFET)

Mitglied Unterausschuss Menschenrechte (DROI)

Mitglied Unterausschuss für Sicherheit und Verteidigung (SEDE)

Mitglied Delegation für die Beziehungen zu Iran (D-IR)

Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP) 

Universitätsprofessor TU München (em)

Familie

Prof. Buchner ist mit Rosemarie Buchner verheiratet. Sie haben vier Kinder, einen Sohn und drei Töchter. Das 3. Kind adoptierten sie aus einem Heim von Mutter Teresa in Kalkutta.

Beruflicher Werdegang

Prof. Klaus Buchner studierte Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Danach setzte er seine Studien der Theoretischen Physik in Edinburgh fort, wo er sein Diplom absolvierte. Zwischen 1965 und 1970 arbeitete er am Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik in München, dessen Direktor damals Werner Heisenberg war. 1970 promovierte er mit einer Arbeit in der Experimentalphysik.

Nach Forschungsaufenthalten an der staatlichen Universität Kyoto (1971–1972), an der Universität Chandigarh (1972) und am europäischen Forschungszentrum in Genf arbeitete er von 1973 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2006 Professor an der Fakultät für Mathematik der Technischen Universität München.

Seine Forschungsinteressen liegen in der Allgemeinen Relativitätstheorie, der Differenzialgeometrie, der Elektrodynamik und in der statistischen Auswertung medizinischer Daten.

Seit 1979 ist Klaus Buchner korrespondierendes Mitglied der wissenschaftlichen Akademie Academia Peloritana dei Pericolanti in Messina.
Er wurde mit der Goldenen Verdienstmedaille der Universität Breslau (Polen) ausgezeichnet.

 

Während seiner Karriere arbeitete er mit den Nobelpreisträgern Higgs, Heisenberg und Yukawa zusammen.

Politischer Werdegang (1983–2003)

1983 trat er der ÖDP bei. Ein Schwerpunkt seiner politischen Arbeit ist die Förderung des Mittelstands als Motor zur Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Ab 1990 war er Vorsitzender des Ökologischen Rats der ÖDP. Von 2000 bis 2003 war Buchner erster stellvertretender Bundesvorsitzender seiner Partei.

ÖDP-Bundesvorsitzender (2003–2010)

Seit 2003 war Buchner Bundesvorsitzender der ÖDP. Er setzte sich gegen seinen Vorgänger Uwe Dolata durch. Während Dolata für eine Konzentration der Parteiarbeit auf Bayern war, vertrat Buchner einen bundesweiten Anspruch der ÖDP. 2004, 2006 und 2008 wurde Buchner in seinem Amt als Bundesvorsitzender jeweils bestätigt. Ab Februar 2010 war er damit der am längsten Amtierende in der Geschichte der Partei.

Im Juni 2008 reichte Buchner zusammen mit Hermann Striedl, dem damaligen stellvertretenden Vorsitzenden der Partei , vor dem Bundesverfassungsgericht Klage gegen den EU-Reformvertrag ein. Die beiden Funktionäre taten dies stellvertretend für die ÖDP, da diese als Partei nicht klageberechtigt ist. Laut Buchner „widerspricht [der Vertrag] in vielen Aspekten unserem deutschen Grundgesetz. […] Beispielsweise wird die Tötung von Menschen bei einem Aufruhr gerechtfertigt.“

Auf dem Bundesparteitag der ÖDP im November 2010 trat Buchner zur Neuwahl des Bundesvortands nicht an. Zu seinem Nachfolger wurde Sebastian Frankenberger gewählt, der ein Jahr zuvor das Volksbegehren „Für echten Nichtraucherschutz!“ organisiert hatte.

 

Nach der erfolgreichen Klage gegen die 3% Hürde bei der Wahl für das Europäische Parlament, entschließt sich Buchner noch einmal zu kandidieren. Er wird auf Listenplatz 1 der ÖDP gewählt, und erhielt bei der Wahl am 25.5.2014 0,6% der Stimmen (180.000).